Rohstoffe und soziale Verantwortung

Soziale Verantwortung ist vor allem bei Rohstoffen wichtig, die aus fernen Ländern zu uns kommen, beispielsweise Kakao. Kakao wird zu einem großen Teil von Kleinbauern in Westafrika angebaut, die kaum Zugang zu modernem landwirtschaftlichen Wissen haben und die von lokalen Kakao-Aufkäufern abhängig sind, die nicht immer faire Preise zahlen. Die Folge ist, dass die Farmer nicht gut vom Kakao-Anbau leben können. Dies führt zu Regenwaldabholzung für neue Anbauflächen, hohem Dünger- und Pestizideinsatz, missbräuchlicher Kinderarbeit und schlechten Lebensbedingungen für Frauen. Ziel ist es, diese Missstände zu bekämpfen – unter anderem durch Wissensvermittlung und bessere Preise –, damit die Farmer und die Familien gut vom Kakao-Anbau leben können.

Im weltweiten Fokus steht vor allem ein Rohstoff: Kakao. Kakao ist in Form von Schokolade ein wichtiger Bestandteil der Edlen Tropfen in Nuss. Hier – und natürlich bei allen anderen eingesetzten Rohstoffen – achten wir auf exzellente Qualität und soziale Verantwortung.

Nachhaltiger Kakao-Anbau und soziale Verantwortung

Edle Tropfen in Nuss sind eine Marke von Trumpf. Trumpf gehört zur Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG. Beim Einkauf von Rohstoffen wie Kakao achten wir bei Ludwig Schokolade seit Jahren auf ökologische und humanitäre Gesichtspunkte. Ludwig Schokolade bezieht den Rohstoff Kakao ausschließlich von Lieferanten, die ausdrücklich folgende Ziele und Maßnahmen unterstützen:

In der Elfenbeinküste haben wir in einem Projekt eine Kakao-Genossenschaft – 20.000 Kleinbauern, deren Familien und Dörfer leben davon – finanziell unterstützt und durch Schulungen gefördert. Das Ziel dabei ist, dass die Menschen befähigt werden, Kakao nachweislich umweltschonend anzubauen, Regenwaldabholzung zu verhindern sowie Menschenrechte und besonders auch Frauenrechte und Kinderrechte zu schützen. Diese Ziele erreicht man nicht von heute auf morgen, sondern sie sind das Ergebnis anspruchsvoller Umstellungsprozesse bei den Kakaobauern.

Seit langem unterstützen wir zudem den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) und die Stiftung der Deutschen Kakao- und Schokoladenwirtschaft. Diese beiden Verbände arbeiten aktiv daran, dass der Kakao-Anbau nachhaltiger wird, und zwar ganz konkret durch Förder- und Forschungsprogramme mit dem Schwerpunkt Westafrika. Unter anderem werden die Kakao-Farmer bei der Landnutzung unterstützt, indem sie die entsprechende erforderliche Dokumentation für ihre Landnutzungsrechte erhalten. Dieses Programm wird sogar gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt, einem Bundesunternehmen, das in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig ist.

Außerdem bringen wir uns als Gründungsmitglied des Forums Nachhaltiger Kakao e.V. ein, um Missstände in der Kakaowirtschaft zu bekämpfen. Ziel des Forums ist es, die Lebensumstände der Kakaobäuerinnen und -bauern und ihrer Familien zu verbessern, die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität in den Anbauländern zu schonen sowie den Anbau und die Vermarktung von nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziertem Kakao auszuweiten. Ein Projekt der Multi-Stakeholder-Initiative ist PRO-PLANTEURS, welches das Ziel verfolgt, insgesamt 30.000 kakaobäuerliche Familienbetriebe und ihre Kakao-Bauernorganisationen in der Côte d’Ivoire zu professionalisieren. Das Projekt will insbesondere auch Frauen Möglichkeiten bieten, ein besseres Einkommen und eine bessere Nahrungsgrundlage für die Familien zu erzielen, um so positive Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse zu erreichen.